Gerade, gleichmäßig gewachsen und überraschend tragfähig, liefert Fichte leichte Sparren, Schalungen und Resonanzböden für Instrumente. In schattigen Lagen mit langsamer Jahresringbildung zeigt sie ruhiges Verhalten. Richtig getrocknet und geschützt, hält sie Jahrzehnte. In vielen Almhütten bilden Fichtenbalken die rhythmische Decke, deren dunkler Glanz Geschichten vom Rauch, vom Kochen und von langen Wintern bewahrt.
Die harzreiche Lärche trotzt Niederschlag und UV-Licht; deshalb deckt sie Fassaden, Dachschindeln und Schwellen an exponierten Stellen. Ihr Duft erinnert an sonnige Hänge über klaren Bächen. Unbehandelt vergraut sie edel, geölt leuchtet sie warm. Wer Lärche verbaut, achtet auf stehende Jahresringe, scharfe Werkzeuge und ruhige Verschraubung, damit die Oberfläche nicht ausreißt und Fugen dauerhaft dicht bleiben.
Als dichtes, schweres Holz eignet sich Buche für Stufen, Werkbänke, Hobelsohlen und feinste Details. Ihre homogene Struktur lässt sich exakt bearbeiten, verlangt jedoch verlässlichen Schutz gegen Feuchte. In den Tälern rund um den Triglav findet man Buchenklötze, die Generationen gedient haben: als Ambosse für Holznägel, als Unterlage beim Stemmen, als stiller Prüfstein für geduldige Hände.